Ein Mann in einem weißen Tank-Top schreibt auf einem Klemmbrett zwischen Pappkartons; auf einem Neonschild in deutscher Sprache steht "KEINE ABHOLUNG".

Keine Abholung vor Ort

Die allermeisten unserer Bestellung liefert DHL an Euch aus. Ein paar Wenige aber möchten ihre Seifen bei uns abholen. Das haben wir in der Vergangenheit auch möglich gemacht, doch haben wir uns jetzt dagegen entschieden. Was für Euch einfach erscheint oder was ihr vielleicht sogar als Arbeitserleichterung für uns wahrnehmt, ist in Wirklichkeit ein Wahnsinns-Aufwand für uns. Bitte habt Verständnis für unsere Entscheidung, nutzt unseren Shop inklusive Versand und unsere Märkte zum Schnuppern und Ausprobieren.

Die Gründe für unsere Entscheidung sind vielfältig und klingen hoffentlich nicht arrogant. Wir haben selber lange überlegt ob wir die Abholung weiterführen oder nicht und das “Nein” ist uns auch nicht so leicht gefallen. Aber am Ende müssen wir ja auch ein bisschen an uns selbst denken, um für Euch gute Arbeit machen zu können.

Wir haben kein Ladenlokal

Als wir KingBEAR gegründet haben, haben wir uns ganz bewusst gegen einen Verkauf im Ladenlokal entschieden. Das bräuchte einen Verkaufsraum, der gemietet, geheizt und eingerichtet sein will und möglichst rund um die Uhr besetzt ist mit Personal, das wir nicht haben. Dazu kommt: ein “Seifengeschäft” hätte vielleicht 2 oder drei Kunden am Tag, wenn es nicht in 1A-Top-Lage mitten in einer stark frequentierten Innenstadt läge.

Einen Verkaufsraum hier vor Ort mit Termin-Öffnung existiert auch nicht und ist auch nicht geplant: für die wenigen Kunden wäre das eine gnadenlose Verschwendung von Platz, zudem haben wir hier keine Parkmöglichkeiten.

Privatsphäre

KingBEAR ist keine Fabrik, sondern eine kleine Manufaktur. Unsere Produktion passiert auf unserem Privatgrundstück, auf dem wir nicht nur arbeiten, sondern auch leben. Nach Feierabend möchten wir eben auch Feierabend haben und nicht noch Kunden empfangen. Das ist insbesondere für meinen Mann ein Thema, der ja noch einem Vollzeit-Job nachgeht und danach auch noch “das bisschen Haushalt” erledigt.

Arbeitsabläufe

Die Herstellung von Seifen ist mitunter sehr zeitkritisch und erfordert immer höchste Konzentration. Je nach Rezeptur entscheiden Sekunden darüber, ob die Rohseife erfolgreich in der Form landet oder schon im Topf fest wird. Dann ist es ein Fall für die Tonne. Jeder Abholtermin bedeutet deshalb, dass die Arbeit ruht, jede “mal eben” abgeholte Bestellung heisst, dass an diesem Tag nicht oder nicht voll produziert wird.

Wir müssen dann auch immer damit rechnen, dass ihr euch die Manufaktur selbst ansehen möchtet. Und weil die Hygienevorschriften sehr streng sind, darf dann nichts an Arbeitsgerät oder Rohstoffen in eurer Nähe sein. Das heisst jedes Mal: alles wegräumen und anschließend wieder bereitstellen. Wir bitten Euch deshalb, für einen Blick hinter die Kulissen unseren Tag der offenen Manufaktur zu nutzen. Was dort hergestellt wird, landet nicht im Verkauf. Und wir können den Aufwand ein wenig bündeln.

Leider hat die Erfahrung auch gezeigt, dass Abhol-Bestellungen mitunter wochenlang auf ihre Abholung warten. Die stehen dann hier rum und stehen eigentlich immer im Weg. Dadurch mussten wir einen eigenen Lagerplatz dafür einrichten, was am Ende wirklich unnötig aufwändig wurde.

Meine Erkrankung

Aufgrund meiner ME/CFS-Erkrankung habe ich in aller Regel ein tägliches 3-Stunden-Zeitfenster, in dem ich produktiv sein kann. Beim geringsten Anzeichen von Überlastung muss ich aber selbst dann sofort abbrechen, um nicht eine dauerhafte Verschlechterung zu riskieren. Und ich kann nie zu 100% im Vorfeld sagen, wann genau im Tagesverlauf diese 3 Stunden sind. Um überhaupt irgendwie etwas zu schaffen betreibe ich sehr penibles Pacing: ein Tag wird inklusive Pausen detailliert geplant, und dieser Plan wird dann ständig dynamisch angepasst. So schaffe ich es, dass am Ende trotzdem alles produziert, beworben und verschickt ist und ich nicht noch kranker werde. Es sei denn, etwas oder jemand bringt das durcheinander…

Ein Termin zur Abholung bedeutet für mich, an diesem Tag nichts anderes tun zu können. Und “Nichts” ist dabei wörtlich zu nehmen: schon der Weg zur Haustür oder ein kurzes Gespräch können für mich eine echte Herausforderung werden und die Energie für den restlichen Tag rauben. Und so bedeutet für mich eine für euch so einfach erscheinende Abholung einen ganzen Tag im Bett. Leider wurde ich in den vergangenen Monaten dann auch noch immer wieder versetzt, so dass dann für nichts und wieder nichts ein ganzer Tag im Eimer war. Ich möchte ehrlich sein: das ist es mir nicht wert, zumal wir mit dem Versand ja eine gut funktionierende Alternative bieten.

Falsche Überlegungen

Oftmals kam als Argument für die Abholung: “dann müsst ihr das nicht extra verschicken”. Eure eigentlich gut gemeinte Idee uns Arbeit abzunehmen ist leider nicht richtig: Auch eure Abhol-Bestellung müssen wir – genau wie jede Versandbestellung – aus dem Lager nehmen und irgendwie zusammenpacken. Der Zeitaufwand und Verbrauch an Verpackungsmaterial ist genau so hoch wie für jedes DHL-Paket. Und selbst dann wenn ihr sagt, dass ihr keine Verpackung braucht: wir brauchen sie. Denn sonst liegt hier irgendwann ein großer Berg an unsortierten Seifenbestellungen, die auf Abholung warten (siehe oben).

Auch der Gedanke es sei ökologischer, die Bestellung abzuholen anstatt sie zu verschicken, ist fast immer zu kurz gedacht. DHL holt eure Pakete jeden Tag gesammelt bei uns ab und transportiert alle Bestellungen des Tages mit einer Fahrt ins Paketzentrum. Fast immer ist der Transport über die Versandschiene mit weniger Kilometern verbunden als eine Privatfahrt hier nach Kollig.

Viele von Euch wollten dann auch zusätzlich zu ihrer Bestellung hier vor Ort noch andere Seifen ausprobieren und mitnehmen. Da wir weder Ladenlokal noch Showroom haben, ist das aber ohne weiteres nicht möglich. Dazu kommt dann das Bezahlproblem, denn wir möchten hier kein Bargeld annehmen (und haben wirklich überhaupt keine Lust auf Kartenzahlungs-Diskussionen zuhause).

Warenkorb
Ein Bild eines Mannes, der einen Brief hält.

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